Aartal-Umgehung

Die als Aar-Umgehung bezeichnete Umgehungsstrasse Flacht-Niederneisen ist bereits seit Jahren in der Planung, und auch bereits im laufenden Bundesverkehrswegeplan enthalten.

Nach Auskunft der Landesregierung Rheinland-Pfalz ist der Bau der Ortsumgehung Flacht-Niederneisen im vordringlichen Bedarf eingestuft, und die Planung wird mit Nachdruck betrieben. Derzeit liegen die Trassenvarianten vor, deren Eignung nun mit weiteren Gutachten bewertet wird. 

Da das Aartal eng bebaut ist, und mit der vorhandenen Eisenbahntrasse sowie dem Flusslauf weitere Einschränkungen für die Trassenführung vorhanden sind, sind die Planungen und Bewertungen sehr kompliziert. Wann diese abgeschlossen sein werden, kann daher derzeit nicht abgeschätzt werden.

In einer Informationsveranstaltung am 23. November 2009 wurden vom Landesbetrieb Mobilität Diez sechs Planungsvarianten für die Aartal-Umgehung vorgestellt. 

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Variante 1

Die Variante 1 sieht eine ortsnahe Umgehung von Niederneisen vor, die Trasse würde dabei östlich an Niederneisen vorbeigeführt.

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Variante 2

Die Variante 2 (sog. FNP-Trasse) würde zwischen den Wohngebieten in Niederneisen in einer sogenannten "Tieflage" durchgeführt.

aartal_variante2

Variante 3

Die Variante 3 sieht eine Verlegung der Bahntrasse Richtung Osten vor. Die Trassenführung der Ortsumgehung würde dann parallel zu neuen Bahntrasse auf der jetzigen Aartalbahn geführt. Ein Tunnel ist nicht vorgesehen.

aartal_variante3

Variante 3a

Die Variante 3a ist eine Untervariante der Variante 3, bei welcher der Ausbauanfang parallel zur Bahn geführt würde. Es würde jedoch ein grösserer Abstand zur Bebauung Flacht eingehalten. Ein Tunnel ist ebenfalls nicht vorgesehen.

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Variante 4

Die Variante 4 sieht eine ortsferne Umgehung des Wohngebietes Niederneisen vor.

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Variante 5

Die Variante 5 sieht eine Trassenführung in Flacht und zwischen den Wohngebieten in Niederneisen in Tieflage vor (Tunnel).

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Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität werden die Kosten für alle Varianten zwischen ca. 20 und 50 Millionen Euro geschätzt. Die Kosten der Varianten II (Tieflage) und IIIa werden vermutlich am günstigsten, die der Variante IV am teuersten sein.

Wird aufgrund des Schutz des Grundwassers eine sogenannte "Troglösung" benötigt, sind zusätzlich etwa 20 Millionen Euro zusätzlich zu kalkulieren. Nach der Umweltvertäglichkeitsstudie sind alle Varianten als relativ gleichwertig anzusehen, so dass vermutlich letztlich die Kosten den Ausschlag für eine Variante geben werden.

Der Landesbetrieb Mobilität Diez hat anlässlich der Veranstaltung noch einmal bekräftigt, dass nach seiner Ansicht derzeit keine Veranlassung besteht, die bislang vorliegenden Planungsunterlagen der √ñffentlichkeit zugänglich zu machen. Ob dies im Einklang mit den bestehenden Umweltinformationsgesetzen steht, wird derzeit geprüft.

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Flüsterasphalt

In diesem Bericht wird beschrieben, wie es zur Lärmentwicklung durch das Abrollen der Reifen auf dem Asphalt kommt.  Ausführlich wird erläutert,wie man mit verschiedenen Oberflächenstrukturen diesem entgegen wirken kann.

Flüsterasphalt - Oberflächen gegen Straßenverkehrslärm

Verkehrswege-Experten entwickelten im Auftrag der Stadt Düsseldorf die
‚ÄûLärmoptimierte Asphaltdeckschicht LOA 5 D‚Äú, die bereits erfolgreich getestet wurde.

Flüsterasphalt auch in Köln

Auch in Köln wurde Flüsterasphalt verbaut. Lärmmessungen haben ergeben, dass es sich bei dem Belag hinsichtlich der
Rollgeräusche bei Geschwindigkeiten von 50 und 70 Kilometern in der
Stunde um einen der leisesten Fahrbahnbeläge europaweit handelt.
Mögliche Lärmminderungen liegen bei sechs bis sieben dB(A) auch für Lastkraftwagen.

Flüsterasphalt bereits im Pilotprojekt

Auf dem letzten Bauabschnitt der Steiner Hauptstrasse wurde Ende August
der neu entwickelte Flüsterasphalt mit der Bezeichnung LOA 5D in einem
bayernweiten Pilotprojekt eingebaut. Mit diesem neuen Belag steigert sich die Wohnqualität für die Anwohner entlang der Ortsdurchfahrt von Stein.

HE 7620 SuÃàdumgehung Limburg mit OU Flacht-Niederneisen

Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien des Gesamtprojektes. Auszug aus der Dokumentation des Bundesverkehrswegeplans 2003.

Leise fliesst der Verkehr

Ein Artikel der Sonntagszeitung aus dem Jahre 2009 erläutert die Vorzüge des sogenannten Flüsterasphalts - insbesondere für den Verkehr innerorts.

Massnahmenkatalog

Eine Zusammenstellung, möglicher Massnahmen, die mit geringen finanziellen Mittel durchführbar sind und zu einer erheblichen Beruhigung der B54 führen können.

Weitere Informationen

23.01.2012
Die Ackerfresser

Der Deutsche Bauerverband hat eine Aktion gegen den Landfraß gestartet und an den unsinnigen Planungen zur Südumgehung Limburg, der Ortsumgehung Holzheim und der Aartalumgehung massive Kritik geübt.

Es wird immer mehr klar, dass diese Projekte ihre Ziele nicht erfüllen und ihren Kostenrahmen nicht einhalten. Diese Projekte sind von Anfang falsch gewollt und falsch geplant worden. Dazu kommen viele unwägbare Nachteile auf die Gemeinden zu. Nicht nur die Abschaltung der eigenen Trinkwasserversorgung (Holzheim) wird in Kauf genommen oder der Verlust großen Erweiterungsflächen für Wohnungen (Limburg und Holzheim), sondern eben auch der Verlust riesiger Flächen an Ackerland.

Unterstützen Sie die Aktion der Landwirte durch eine Online-Petition - sie zeigt, dass solch unsinnge Straßenplanungsprojekte wie bei uns mehr volkswirtschaftlichen Schaden als Nutzen stiften.

18.01.2012
Aartalbahn kann B 54 entlasten

Nur eine Reaktivierung der Aartalbahn kann die Verkehrsbelastung auf der B 54 entscheidend verringern. Dies erklärte der Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn & Bus im Rheingau-Taunus-Kreis. Es lägen mehrere Gutachten vor, die den volkswirtschaftlichen Nutzen einer Reaktivierung der Strecke bestätigt haben. Sowohl Schaefer Kalk in Hahnstätten als auch ACO-Guss in Aarbergen oder die Forstverwaltungen könnten ganz erheblich zu einer dauerhaften Entlastung der Bürger im Aartal beitragen.

25.11.2011
Umgehung um jeden Preis

Stellungnahme zu den NNP-Berichten über die Aar-Umgehung: Der Gemeinderat Niederneisen war anscheinend sehr schnell bereit, sämtliche Bekundungen der Vergangenheit für verträgliche Lösungen über Bord zu werfen. Die Anwohner der B 54 sollen entlastet werden. Dass an anderer Stelle Anwohner massiv belastet werden, wird verschwiegen.

06.10.2011
Aarumgehung: Grüne werfen LBM Planungsfehler vor

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat im Zusammenhang mit den Plänen zum Bau einer Umgehungsstraße im Aartal scharfe Kritik an den Ortsgemeinderäten von Flacht und Niederneisen geübt. Noch vor einem Jahr seien für beide Gremien ausschließlich die Varianten V und VI akzeptabel gewesen, jetzt seien beide Ortsgemeinderäte auf die Linie des Landesbetriebs Mobilität (LBM) eingeschwenkt und hätten einer Planung zugestimmt, die die Varianten I bis IV beinhalte.
„Die Ursachen für den Sinneswandel der Volksvertreter sind weder bekannt noch nachvollziehbar“, monieren die Grünen und erinnern daran, dass die ersten vier Varianten auf Drängen des LBM ursprünglich nur zu Vergleichszwecken herangezogen worden seien.

30.09.2011
Werden Steuern verschwendet?

Obwohl klar ist, dass der Bund die beiden teuren Varianten V und VI nicht bauen wird und die Bürger und viele Gemeindevertreter die Billigvarianten ablehnen, hat auch der Gemeinderat Niederneisen dafür plädert, weiter zu planen. Das Verfahren werde entweder jetzt oder später im Raumordnungsverfahren sofort beendet, sobald klar ist, dass nur die teuren Tunnel- oder Troglösungen in Frage kommen.  

28.09.2011
Grüne lehnen Umgehungsstraße ab

Bündnis 90/Die Grünen Diez-Hahnstätten beharrt auf seiner Position und lehnt den Bau einer Umgehungsstraße im Aartal ab. Gleichzeitig wundern sich die Parteistrategen über den Sinneswandel der Ortsgemeinderäte Flacht und Niederneisen. Die vorliegenden Verkehrszahlen berücksichtigen weder das BUND-Gutachten noch den Einfluss der Aartalbahn, die demografische Entwicklung sei bei der Verkehrsprognose ebenfalls nicht berücksichtigt worden. Einflussfaktoren wie Hochwassergefährdung und Grundwasserproblematik seien bislang nicht betrachtet worden.

28.09.2011
Ortsferne Variante der Aarumgehung wird favorisiert

Nach Flacht hat sich auch Niederneisen für die weitere Planung der Aarumgehung ausgesprochen. In den Gesprächen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) wurde deutlich, dass die ortsferne Variante IV nicht nur von den Planern favorisiert wird. Die umweltverträglichsten Linien wurden vom Bundesverkehrsministerium aus Kostengründen abgelehnt. Die Befürworter der Aarumgehung aus der „Bürgerinitiative für die Ortsumgehung Niederneisen/Flacht" (B.I.O.) plädieren ebenfalls für die Variante IV.

15.09.2011
Über Umgehung sachlich diskutieren

Der Gemeinderat Niederneisen hat sich nach Flacht ebenso für die weitere Planung der Aarumgehung ausgesprochen. In dem Beschluss wird ausdrücklich begrüßt, dass trotz der vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) favorisierten ortsfernen Variante IV, auch alle anderen Linien in das Raumordnungsverfahren einbezogen werden – einschließlich der vom Bundesverkehrsministerium aus Kostengründen abgelehnten Varianten V und VI. Beide Trassen wurden zuvor vom Gemeinderat Niederneisen als die bestmögliche Lösung definiert.

Bilder-Galerie

Januar 2012 - die Ackerfresser kommen!
Aartal-Umgehung Variante II.
Aartal-Umgehung Variante III.
Aartal-Umgehung Variante IV.