Südumgehung Limburg

Eine Umgehungsstrasse soll Verkehrsströme aus dem Stadtkern Limburgs, insbesondere der Diezer Strasse, heraushalten und dadurch die Belastung der Bevölkerung mit Lärm, Feinstaub und Abgasen zu verringern.

Es gibt drei verschiedene Trassenvarianten:

  • Variante 1 - "Südumgehung". Die ortsnahe Variante der Südtrasse führt von Diez aus rund um Blumenrod zum Anschluss an der A3. Es gibt zwei Untervarianten 1a und 1b, die sich durch die Nähe zum Siedlungsgebiet Neu-Blumenrod unterscheiden.
  • Variante 2 - "Alttrasse". Die sog. Alttrasse führt von Diez aus in einem Korridor durch das Stadtgebiet - teilweise in einem Tunnel. Es werden zwei Untervarianten unterschieden, von denen eine eine zusätzliche Querspange zwischen der L319 und der Trasse enthält.
  • Variante 3 - "ortsferne Umgehung". Die Variante 3 ist eine weiträumige Trasse um Blumenrod und LInter mit einer Unterführung der A3 und Anschluss an die B8.

Um die beste Alternative auszuwählen, hat die Stadt Limburg ein Gutachten erstellen lassen, aus welchem die Südumgehung Limburg (Varianten 1 und 1a) als beste Alternative hervorgeht. Wir, der Verein "Keine Südumgehung Limburg e.V." sind der Auffassung, dass diese Einschätzung unzutreffend ist, da das Gutachten nicht alle verfügbaren Informationen berücksichtigt.

Die geplante Umgehung für Limburg ist Teil eines Gesamtprojektes mit dem Titel "Neubau einer Umgehung Limburg-Diez, Holzheim mit einer Umgehung Flacht und Niederneisen im Zuge der B 54" Unter diesem Titel werden  verschiedene Einzelmassnahmen geplant, die zusammen eine Neuführung der Verkehrsströme aus dem Aartal mit Anschluss an die A 3 sowie nach Diez zum Ziel haben.

Downloads

HE 7620 SuÃàdumgehung Limburg mit OU Flacht-Niederneisen

Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien des Gesamtprojektes. Auszug aus der Dokumentation des Bundesverkehrswegeplans 2003.

Schon gewußt? - Blatt 00: Die Übersichtskarte

Wir stellen uns vor - unsere Ziele und Grundsätze, und die wichtigsten Argumente gegen die Umgehung auf einen Blick.

Schon gewußt? - Blatt 01: Die Brücke über die Eppenau

Die Südtrasse sieht eine Überquerung der Eppenau, eines Naherholungsgebietes von besonderer Bedeutung, durch eine vierspurige Brücke vor - mit einer Länge von 340m und einer Höhe von 15 Metern.

Trassenverlauf Südumgehung Variante 1a - Blumenrod

Luftbild des Trassenverlaufs 1a um Blumenrod mit den Schulen

Trassenverlauf Südumgehung Variante 1a - Blumenrod IV

Luftbild des Trassenverlaufs 1a um das Neubaugebiet Blumenrod IV

Trassenverlauf Südumgehung Variante 1a - Linter-Blumenrod

Luftbild des Trassenverlaufs 1a zwischen Linter und Blumenrod mit Anschluss an die B 417

Trassenverlauf Südumgehung Variante 1a und Holzheim

Luftbild des Trassenverlaufs der Südumgehung Limburg mit Anschluss an die Umgehung Holzheim

Weitere Informationen

23.01.2012
Die Ackerfresser

Der Deutsche Bauerverband hat eine Aktion gegen den Landfraß gestartet und an den unsinnigen Planungen zur Südumgehung Limburg, der Ortsumgehung Holzheim und der Aartalumgehung massive Kritik geübt.

Es wird immer mehr klar, dass diese Projekte ihre Ziele nicht erfüllen und ihren Kostenrahmen nicht einhalten. Diese Projekte sind von Anfang falsch gewollt und falsch geplant worden. Dazu kommen viele unwägbare Nachteile auf die Gemeinden zu. Nicht nur die Abschaltung der eigenen Trinkwasserversorgung (Holzheim) wird in Kauf genommen oder der Verlust großen Erweiterungsflächen für Wohnungen (Limburg und Holzheim), sondern eben auch der Verlust riesiger Flächen an Ackerland.

Unterstützen Sie die Aktion der Landwirte durch eine Online-Petition - sie zeigt, dass solch unsinnge Straßenplanungsprojekte wie bei uns mehr volkswirtschaftlichen Schaden als Nutzen stiften.

15.09.2011
Überraschung beim Trassenvorschlag

Wie die NNP heute in mehreren Artikeln berichtet, hat das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Dillenburg dem Lenkungsausschuß den Trassenvorschlag präsentiert. Zur Überraschung aller schlägt das Amt den Bau der Limburger Umgehung auf der sogenannten Alttrasse vor, ein von Bebauung
freigehaltener Streifen zwischen den Straßen "Im großen Rohr"/Holzheimer
Straße und der Wiesbadener Straße. Der Vorschlag basiere auf den Ergebnissen der vorgenommenen Untersuchungen. Die Variante 1a, Südumgehung Limburg, sei schlicht zu teuer - 100 Millionen Euro soll diese Variante kosten, 2007 lagen die Schätzungen – je nach Variante – noch bei 37 bis 42 Millionen Euro. Schuld an der Kostenexplosion sei das Grundwasser, das die Umfahrung von Blumenrod so teuer gemachte habe (vor allem die Kostensteigerung bei der in einem Trog verlaufenden Abschnitt). "Wir vom Verein mussten die Planer doch erst einmal zum Jagen tragen", fasst Prof. Distler, 1. Vorsitzender unseres Vereins, etwas salopp die Ereignisse der letzten zwei Jahre zusammen - tatsächlich kamen die Hinweise auf die hydrologischen Schwierigkeiten vom Verein.

Unterschiedliche Reaktionen gab es von Seiten der Limburger Parteien. Laut NNP sei die CDU-Fraktion "erstaunt und verwundert über das Ergebnis". Für ein umfassendes Meinungsbild aus der Union sei es allerdings noch zu früh. Die CDU plant die Durchführung eines Bürgerentscheides, der allerdings auch zu einer kompletten Ablehnung der Umgehung führen kann.

Die Grünen lehnen den Bau einer Umgehung generell ab, unabhängig von der Trassenvariante. Eine Umgehung sei keine Antwort auf die aktuellen Verkehrsprobleme in Limburg. Ob diese verwirklicht werde, sei auch nach dem Beschluss des Lenkungsausschusses völlig offen.

Nach Einschätzung der FDP sei die Entscheidung über eine der Varianten
durchaus eine politische Entscheidung. Generell sehe die FDP durchaus die Möglichkeit einer Mehrheit für die Alttrasse, man selber bevorzuge aber weiterhin die Variante 3, die von den Fachbehörden schon vorab gar nicht mehr in die engere Wahl genommen worden war.

Nach Angaben von Werner Laux, Vorsitzendem der FWG, war man noch nie für die Umgehung um Blumenrod herum. Die Planung seien jedoch geduldet worden, damit es für Limburg eine Lösung gibt.
Nun komme nach Einschätzung von Laux wieder Bewegung in die Diskussion
und die Möglichkeit, eine breite politische Mehrheit für eine Variante zu finden. Und die erscheine Laux durchaus möglich: Neben der SPD und der FWG als alte Befürworter sehe er nun auch die CDU auf diese Variante einbiegen.

Partei und Fraktion der SPD haben stets auf die Umgehung auf der Alttrasse gesetzt. Von ihr geforderte Verbesserungen am Konzept wie der längere Tunnel seien mittlerweile eingearbeitet worden.

Bürgermeister Martin Richard sehe das Ergebnis nicht als politische
Niederlage. Es handele sich schließlich um keine politische Entscheidung, sondern ausschließlich um eine fachliche Bewertung nach Vorlage zahlreicher Gutachten und Untersuchungen.
Eine Anbindung an alle Holzheimer Varianten sei möglich, so dass dort unabhängig von Limburg eine Entscheidung getroffen werden könne.

08.09.2011
Sensationelle Gäste geben sich die Ehre

Zahlreiche und auch seltene Vogelarten legen im Schutzgebiet bei Limburg eine Rast ein. Ein Trupp von 32 Mornell-Regenpfeifern ist als Sensation zu werten. Das geplante Straßenbauprojekt gefährdet jedoch die Qualität des Vogelschutzgebietes.

05.09.2011
Die seltenen Vögel von Holzheim

Die Vogelbeobachter des NABU Rhein-Lahn haben zwischen Limburg und Holzheim den extrem seltenen Mornellregenpfeifer entdeckt, der das Gebiet als Zwischenstop auf seinem Weg in die Winterquartiere nutzt. Die Bedeutung des Vogelschutzgebietes als Rast- und Überwinterungsgebiet am Westrand der hessischen Vogelzugschneise konnte durch die Vogelkundler eindrucksvoll bestätigt werden.

02.09.2011
Diskussion um Umgehung hält an

Lutz Nink vom Landesbetrieb Mobilität berichtete im VG-Rat über die aktuelle Planung. Die Varianten V und IV werden definitiv nicht weitergeplant - die beiden Trassen sind mit mehr als 50 Millionen Euro zu teuer. Durch die Beschlüsse der Ortsgemeinden, die die teuren Varianten als beste Lösung definieren, sei die weitere Planung der Varianten I bis IV jedoch auf Eis gelegt, solange die Gemeinderäte ihre Beschlüsse nicht ändern.

18.03.2011
Diskussion um Aarumgehung spitzt sich zu

Auf der Informationsveranstaltung von "Ja zur Aar" führten neue Fakten zur Umweltverträglichkeit sowie von "Ja zur Aar" vorgelegte Lösungsvorschläge zu heftigen Wortgefechten zwischen Befürwortern und Gegnern.

04.01.2011
Armin Hillingshäuser tritt für die FWG an

Armin Hilligshäuser, eine der tragenden Säulen der Umgehungsgegner in Limburg und im Aartal, kandidiert für den Landtag in Rheinland-Pfalz. Haushalts- und Umweltpolitik stehen auf seiner Agenda.  

11.12.2010
Entscheidung für Umgehung im Frühjahr

Der Landesbetrieb Mobilität informierte über den Sachstand zum Thema Aartalumgehung. Ulrich Neuroth, Leiter des LBM, betonte, dass "nichts gegen den Willen der Ortsgemeinden" geplant werde. Die vom Bund bewilligten 11 Millionen Euro reichen aber nur für die abgelehnten Trassenvarianten. 

Bilder-Galerie

Januar 2012 - die Ackerfresser kommen!
Trasse Südumgehung Variante 1a
Südumgehung Limburg Trasse 1a
Südumgehung Limburg Trasse 1a